Stadteingang West / „Vision 2040+“ im Norden
Mit dem Eintritt in diese Phase wird die Spaltung des über 150 Jahre zusammengehörigen Bereiches am Westkreuz endgültig fixiert.

Das Gelände wurde bereits vor über 150 Jahren erschlossen und hier 1882 die „Charlottenburger Lokomotivstation“ eingeweiht. Schon 1913 – während der Gründung erster Strukturen der ‚Eisenbahn-Kleinwirte‘ (schließlich am 26.11.1920 die Gründung des Hauptverbandes Deutscher Reichsbahn-Kleinwirte der Bahnlandwirtschaft“) – legten sich hier Eisenbahner auf für die Bahn ungenutztem Bahngelände Kleingärten an.
Nach Plänen der Senatsverwaltung wird nun der nördliche Teil für eine kleingärtnerische und Parknutzung vollends verloren gehen. Eine nach amerikanischen Vorbild imposante Skyline am „Stadteingang West“ in die Berliner City bei der Anfahrt über die A 115 (AVUS) stellt für viele Entscheidungsträger offenbar einen höheren Wert dar. Sie wollen die Fläche mit markanten Hochhäusern zupflastern, in deren Schluchten Raum und Ruhe für die Natur (und somit auch für den Menschen) keinen Platz mehr finden wird.
Dazu wurden vom Senat dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf weitgehend die Planungs- und Mitbestimmungsrechte entzogen.

Die negativen Effekte durch Zerstörung der west-östlichen Belüftungsschneise bei Hochhausbebauung nördlich der S-Bahntrasse werden – verlängert über den Tiergarten – bis weit in die Berliner Innenstadt (hin zum östlichen Prenzlauer Berg) spürbar sein und die Lebens- und Aufenthaltsqualität negativ beeinflussen. Das wird sich besonders an den schon jetzt zunehmend auftretenden und immer wärmer werdenden Hochsommertagen negativ auch auf die Gesundheit der dort lebenden Menschen auswirken.

Wie zu befürchten war, sind auch bei diesem zweiten Beteiligungsverfahren (wie schon 2017/18 zur Durchwegung) die von Bürgern zu diesem Teil des WestkreuzPark!es – dem Stein!Tal – eingebrachten Vorschläge und daraus resultierenden Ergebnisse nicht aufgenommen worden. So diente auch dieser „Beteiligungsprozess“ lediglich – einem Sedativa gleich – der Beruhigung und Vertröstung der Bürger im Vorbereitungs- und Umbauprozess.
Ich kenne Leute, die haben deutlich derbere Begriffe für so etwas, z.B.;
„Wer Kleingärtner quält, wird abgewählt!“

Wir werden den nördlichen Teil des Westkreuz-Areals ab jetzt NICHT mehr auf unserer Webseite und bei Führungen berücksichtigen.
Wir benutzen den Begriff „Stein!Tal“ zur Unterscheidung und Abgrenzung künftig für den im Flächennutzungsplan 4-16 von Berlin (Westkreuz / Heilbronner Straße) auf „grün“ gestellten Bereich südlich der S-Bahntrasse.
Soweit es um den nördlichen Bereich des Westkreuz-Areals – und NUR um diesen – geht, diskutieren Sie gern »hier« auf unserer Webseite zu den Themen „Stadteingang West / Vision 2040+“ mit. Sie können uns auch Anregungen, Vorschläge, Hinweise und Kritik an jenem Konzept »per eMail« übermitteln.
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