Perspektiven des WestkreuzParkes!-aus Sicht der Zivilgesellschaft
Biosphärenpark oder Hochhausbebauung am Westkreuz?
Wo geht die Reise hin in der zweiten Hälfte des Jahrzehntes ?
Während die Umsetzung des Projektes „Stadteingang West“ noch Jahrzehnte auf sich warten wird, werden bereits jetzt die Rahmenbedingungen für die Planungen für das gesamte Areal nördlich und südlich der Stadtbahn (das ursprünglich beabsichtigte Gesamtareal des Westkreuzparkes) festgelegt.
Der nördliche Bereich ist bereits jetzt herausgeschnitten und dem Planungsbereich des „Stadteingang West“ zugeteilt“.
Hochhäuser im Umfeld des neuen Verkehrsknotenpunktes Bhf Westkreuz sind vorgesehen.Für die Kleingärtner besteht keine Zukunft mehr.
Der südliche Bereich ist von der DB an einen Investor verkauft (während der nördliche weiterhin dem Bundeseisenbahnvermögen eigentumsrechtlich untersteht)
Das Vorkaufsrecht des Bezirkes/Landes wurde von zwei gerichtlichen Instanzen negativ beschieden.
Und nun wie geht es weiter?
für den nördlichen Bereich eines zukünftigen Westkreuzparkes scheint es kaum Hoffnung zu geben.Der Bezirk hat sich aus dem „wettbewerblichem Verfahren“ durch Inaktivität verabschiedet,während die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sich von Beginn an das Planungsrecht übernommen hat.
Im südlichen Bereich kommt es jetzt darauf an, ob es in Verhandlungen gelingt dem Investor vom planungsberechtigem Bezirk die Option eines Grünzuges beizubehalten-eventuell durch Austausch mit anderen Flächen im Land Berlin oder baurechtlichen Zugeständnissen auf noch der Bahn gehörenden Flächen.
Worst Case wäre der Deal einerseits der Entwicklung eines Teilparkes- gegen Erlaubnis einer Baurandbebauung im Bereich der „Brache“. (wie es bereits der Bauentwicklungsmakler Christian Gerome vor Jahren vergeblich anvisierte und jetzt auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofes Greifswalder Strasse erneut versucht)
Oder es bleibt beim jetzigen Zustand: der ehemalige Betriebsbahnhof Charlottenburg wird vom Eisenbahnbundesamt (EBA) nicht planungsrechtlich entlassen.Dann könnte die DB Gleise und Resthäuser nur weiterhin bahnwirtschaftlich nutzen.Vorstellbar wären Abstellanlagen,LogistikHubs. Aber keine andere Nutzung.
Geld ist nicht da und vielleicht doch da
Würde der Investor/die DB durch Kompensationsgeschäfte bereit sein, die auf bisherige „Grünstellung“ des Flächennutzungsplanes (FNP) für das gekaufte Areal zu akzeptieren und zu dann gemäßigtem Wert an den Bezirk/Land abgeben,stellt sich natürlich die Frage, wie soll selbst der dann relativ geringe Verkaufspreis als Grünwert, der Bezirk/das Land (bei gnadenlos leeren Kassen) die dann fälligen Kauf-wie Entwicklungskosten im nächsten Jahrzehnt aufbringen ?
Hier scheint eine Lösung durchaus diskutierbar:
die Zivilgesellschaft gründet eine „Stiftung WestkreuzPark!“-unter der Führung der Berliner Landesgemeinschaft Naturschutz (BLN)
Die erforderlichen Mittel von ca 6 Millionen währen aufbringbar.
Ein HauptStifter stände bereit, Zusatzstiftungen wären notwendig und möglich.Bestimmte Zuwendungen vom Staat – im Austausch mit bestimmten Rechten -sind vorstellbar.
Alles hängt jetzt von der Strategie der BVV/des BA Charl-Wilm ab.Es ist anzunehmen,dass entweder vor den Wahlen Herbst 26 oder danach die Entscheidungen getroffen werden.
Es wird auf politische Befürchtungen bzw. Hoffnungen,die mit dieser Wahl die „Zählgemeinschaft CDU/GRÜNE im Bezirk bzw.CDU/SPD auf Landesebene ankommen, wie dieses Pokerspiel ausgehen wird.
Nicht zu vergessen, dass die neue Bundesregierung CDU-SPD (als Eigentümer über den Aufsichtsrat der DB) hier auch noch ein Wort mitzusprechen haben wird.
Was die Aussichten nicht gerade erleichtern wird-da deckungsgleich mit den Berliner Machtverhältnissen auf Landesebene.
Übrigens gilt das auch für den nördlichen Bereich als direkter Verwalter des Bundeseigentumsvermögen durch das zuständige Ministerium.
Biosphärenbrache oder Hochhaustürme rund um BHF Westkreuz.
Bauen,Bauen,Bauen ist das Credo des Senators Gaebler.
Mit dem Ausscheiden der GRÜNEN aus der letzten Landesregierung gilt das Mantra der „Verdichtung“.
Luftschneisen,Grünzüge durch die Stadt ist out.In der Zukunft Wohnraumbeschaffung zum Teufel komm raus.
Luftschneisen und Grünzüge durch die Stadt ,urbane Gärten,Spontanvegetation,wilde stadtangepasste Tierpopulationen wären die Alternativen.
Aber Klimaschutz scheint nicht mehr envogue zu sein.
Claro: fehlender Wohnraum spürt der Mensch unmittelbarer als Hitzewellen,Wassermangel/überflutungen oder Feinstaubpartikel.
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