Das Stein!Tal

Gastbeitrag: Detlef Petereit

Der Rundlokschuppen war auf der linken Seite (im Gemälde leider nicht zu erkennen) direkt an die Böschung der Fernbahntrasse angebaut. Die Fernbahntrasse musste von der Straßenüberführung über die Holtzendorffstraße auf Ebene der S-Bahntrasse und der Gleise zum Rundlokschuppen bis hier her auf eine Höhe von ca. 5 Meter ansteigen, damit sie ca. 150 Meter weiter die noch heute befahrene stadtEINwärts verlaufende Südkurve der S-_Bahn überqueren kann.

Prellböcke

Ein Prellbock, auch Pufferwehr oder Puffer, ist eine Form des Gleisabschlusses. Er verhindert, dass bei einem Stumpfgleis einer Eisenbahnstrecke ein Fahrzeug über das Gleisende hinausrollen kann.

Besonders interessant und wegen des starken Zerfalls auf den ersten Blick nicht mehr zu erkennen, ist das in das Lagerhaus integrierte Lichtwärterhäuschen. Es hat den Anschein, als habe man das große Lagerhaus an das kleine Lichtwärterhäuschen angebaut.

Den besten Zustand weist heute noch das Arbeiter- und Aufenthaltsgebäude auf. Lediglich an einer Stelle weist es ein etwa 2 × 2 Meter großes Loch im Dach auf. Natürlich sind alle Türen und Fenster über die Jahrzehnte verschwunden (mehr dazu weiter unten). Aber selbst die Treppe ins Obergeschoss macht den Eindruck, als könne man sich trauen, oben einen Blick in die Etage zu werfen. Davon ist aber dingend abzuraten, zumal sich die Treppe in dem Bereich befindet, wo auch der Dachschaden ist.

Der Sockel eines erst nach 1979 eingestürzten Schornsteins steht völlig unvermittelt im Gelände (rechts Ausschnitt aus einem Luftbild von 1979). Nichts – aber auch rein gar nichts – weist mehr darauf hin, dass dieser Schornstein zu einem benachbarten Heizhaus gehörte.

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