Kritik und Selbstkritik: das Beispiel BHF CHAB

Wer austeilt muss auch nehmen können

Beitrag: Joachim Neu

Seit Jahren ist auf der Webeseite die Rede von einem „Rangierbahnhof Charlottenburg“ die Rede

Das ist schlicht falsch und vom Verfasser dieses Beitrages verschuldet

Mea Culpa

das ist hier und jetzt richtig zu stellen.

Es wird etwas dauern, ehe die Beiträge, in dem diese Bezeichnung auftaucht korrigiert sind und die Suchmaschinen nicht mehr auf dieses Schlagwort reagieren.

Im Netz gibt es auch nur eine einzige Quelle für die Bezeichnung „Rangierbahnhof Charlottenburg“ und dies ist www.westkreuzpark.de

es bedarf der Aufklärung

es gibt Personen-, Güter-, Verschiebe-, Rangier-, Betriebsbahnhöfe

Abstellbahnhöfe

Bahnwerkmeistereien, Ausbesserungswerke, Bahnbetriebswerke u.v.a.m.

in Berlin gab es mal 8 bis 9 Rangierbahnhöfe

die bekanntesten waren Grunewald, Tempelhof, Wuhlheide, Pankow

hier jetzt die richtige historische Kennzeichnung

Geschichte des Bahnbetriebswerk Charlottenburg

Das Bahnbetriebswerk (Bw) Berlin-Charlottenburg hat eine relativ kurze, aber wichtige Geschichte, insbesondere im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen (der späteren S-Bahn).

Hier sind die wichtigsten Punkte:

  • Gründung: Im Februar 1882 wurde am westlichen Ende des Bahnhofs Charlottenburg eine Lokomotivstation mit einem 23-ständigen Rundschuppen und einer Drehscheibe errichtet. Anfangs war es als Wagenwerkmeisterei (Wwm) Charlottenburg bekannt.
  • Weiterentwicklung: Zunächst für Dampflokomotiven der T 2 und T 4, später auch T 6, T 11 und T 12, zuständig.
  • Umbenennung: Die Bezeichnung änderte sich von Wagenwerkmeisterei (Wwm) zu Betriebswerkmeisterei (Bwm) Charlottenburg ab 1909 und schließlich im März 1922 in Bahnbetriebswerk (Bw) Charlottenburg. 1924 wurde es ein selbstständiges Bahnbetriebswerk.
  • Schließung durch Elektrifizierung: Im Vorfeld der Großen Elektrisierung der Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen (ab 1928) wurden die Bahnanlagen umgebaut. Mit der Aufnahme des elektrischen Betriebes verlor das Bw Charlottenburg seine Bedeutung für Dampflokomotiven.
  • Ende des selbstständigen Bw: Am 10. Februar 1929 gab das Bw seine letzten Lokomotiven an andere Dienststellen ab und stellte seine Selbstständigkeit ein.
  • Nachnutzung: Nach der Schließung als Bw zog ab 1929 eine Bahnmeisterei in die umfangreichen Anlagen und Gebäude ein.
  • Zerstörung: Während des Zweiten Weltkriegs erlitt das Gelände durch alliierte Luftangriffe schwere Schäden. Die Reste des Rundschuppens wurden in den fünfziger Jahren abgerissen.

Das Bahnbetriebswerk Charlottenburg existierte somit nur etwa 47 Jahre als Standort für Dampflokomotiven und wurde Opfer des technischen Fortschritts durch die Elektrifizierung der Bahn.

November 20, 2025

Schlagwörter: Bahnhof Charlottenburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.