Lauben-Idylle droht das Aus
Wegen neuem Fußweg – Kleingärten-Alarm am Westkreuz!
Eine Zuwegung von der Rönnestraße zum Bahnhof Westkreuz entrüstet die Kleingärtner.
Beitrag: Joachim Neu
Heute, am 23.09.2025, berichtete die BZ-Berlin (Axel Springer Deutschland GmbH) unter der Überschrift „Lauben-Idylle droht Aus“, dass „Wegen neuem Fußweg – Kleingärten-Alarm am Westkreuz!“ herrsche.
Das laufende Planfeststellungsverfahren bedrohe die Laubenbetreiber.
Auch am Tag der Deutschen Einheit Ende nächster Woche wird es keine Einheit in der Kolonie geben.
Nicht einmal hier!
Die Einen wollen mit ihren Lauben hohe Abfindungen herausholen, die Anderen, als Nichtbetroffene, sind desinteressiert, und eine weitere Gruppe ist einfach nur gegen den Weg: „Der geplante Weg ist reine Geldverschwendung“ [Lutz Mittelstädt (75)].
„Alle reden davon, wie knapp das Geld ist, und dann will das Bezirksamt so unsere Steuergelder verschwenden“ [Alexander (56) und Astrid Vogt (54)]. Letztere vergessen dabei völlig, dass NICHT der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, sondern die Bahn in Gestalt der DB InfraGO AG das Projekt realisiert. Ein zweiter Zugang zum Bahnhof ist deren ureigenstes Interesse.
Hinweis: Das „GO“ im Namen steht für „gemeinwohlorientiert“!
Und ausgerechnet diese DB InfraGO AG, in die die ehemalige DB Netz AG aufgegangen ist, die vor einigen Jahren den südlich der S-Bahntrasse gelegenen Teil des Westkreuzareals verkaufte, kauft nun [nach Rechtskraft des Urteils durch Rückzug der Berufung vor dem Berliner Kammergericht am 10.11.2024] vom Bundeseisenbahnvermögen die betroffenen Flächen hinzu. Das geht aus der „Bekanntmachung über die Auslegung…“ aus Punkt 7 hervor, wo es heißt:: „Darüber hinaus steht ab diesem Zeitpunkt der Vorhabenträgerin ein Vorkaufsrecht an den vom Plan betroffenen Flächen zu (§ 19 Abs. 3 AEG)“. Gemeint ist der Beginn der Auslegung des Planes am 21. August 2025.
Dabei ist inzwischen die DB InfraGO AG nicht einmal mehr in der Lage, die schon vor über acht Jahren mit großer öffentlicher Beteiligung der Bürger beschlossene Durchwegung nach Halensee und zur Holtzendorffstraße zu realisieren, da die DB Netz AG es vorzog, den südlichen Teil vorher zu verkaufen.
Alles sehr fraglich….
Doch zurück zu den Kleingärtnern:
Die Naivität und Hoffnungslosigkeit der Laubenpieper kommt in dem eingangs erwähnten BZ Artikel eindrucksvoll rüber. Auf Versammlungen geht es um Wasserpreise und ähnliche Dinge, aber nicht um Widerstand: Kämpfen will keiner.
Obwohl die Zeiten günstig erscheinen:
Nächstes Jahr sind Wahlen in Berlin, und die Kleingärtner in Berlin sind zahlreich.
Die Initiative WestkreuzPark! hat seit langer Zeit vergeblich Kontakte und ein Bündnis vorgeschlagen.
Das Interesse auf Seiten der Kleingärtner war und ist gering; quasi NICHT vorhanden.
So what?
In fernerer Zukunft wird es keine Kleingärten rund um das Westkreuz mehr geben.
Die „Baumafia“ steht bereit.
Dafür gibt es genug Beispiele in Berlin, vom Tempelhofer Feld bis zum Gleisdreieck Park.
Am Tag der deutschen Einheit keine Einheit in der Kolonie
Die Einen wollen mit ihren Lauben hohe Abfindungen herausholen,die Anderen als Nichtbetroffene sind desinteressiert und eine weitere Gruppe ist gegen die Durchwegung als ein sinnloses, nur teures Projekt der Politik
Nur kämpfen will keiner.Die Naivität und Hoffnungslosigkeit der Laubenpieper kommt in dem BZ Artikel eindrucksvoll rüber
Auf Versammlungen geht es um Wasserpreise und ähnliche Dinge nicht um Widerstand.
Obwohl die Zeiten günstig erscheinen
Nächstes Jahr ist Wahl und die Kleingärtner in Berlin sind zahlreich
Die Westkreuzparkinitiative hat seit langer Zeit Kontakte (vergebens) und ein Bündnis vorgeschlagen
Das Interesse auf Seiten der Kleingärtner war und ist gering.
So what?
In fernerer Zukunft wird es keine Kleingärten rund um das Westkreuz mehr geben
Die Baumafia steht bereit
Es gibt genügend Beispiele in Berlin
Vom Tempelhofer Feld bis zum Gleisdreieck Park